Feuerbestattung Köln · Kremation Köln

Feuerbestattung in Köln – Ablauf, Fristen und Urnenbeisetzung

Wir sind ein unabhängiger Vermittlungsdienst und selbst kein Bestattungsunternehmen – wir verbinden Sie kostenlos mit einem geprüften Bestattungsunternehmen in Köln, das Sie von der Überführung bis zur Urnenbeisetzung begleitet.

Die Feuerbestattung ist heute die am häufigsten gewählte Bestattungsform in Deutschland – auch in Köln. Statt des Sarges wird am Ende eine Urne beigesetzt, und damit stehen mehr Grabarten und Termine zur Auswahl als bei einer Erdbestattung.

Drei Begriffe begegnen Ihnen dabei immer wieder. Einäscherung bezeichnet den Vorgang selbst: Der Sarg mit der verstorbenen Person wird im Krematorium bei hoher Temperatur eingeäschert. Kremation ist das Fachwort dafür und meint dasselbe. Die Urnenbeisetzung ist der letzte Schritt – das Beisetzen der Urne mit der Asche an einem gewählten Ort. Die Feuerbestattung umfasst also alle drei Stationen: Einäscherung, Abschiednahme und Beisetzung.

Rechtlich gilt in Nordrhein-Westfalen ein klarer Rahmen. Vor jeder Einäscherung ist eine zweite Leichenschau vorgeschrieben. Bestattung oder Einäscherung müssen spätestens zehn Tage nach dem Tod erfolgen, die Urne ist innerhalb von sechs Wochen nach der Einäscherung beizusetzen. Für Urnen gilt zudem der Friedhofszwang.

Auf dieser Seite finden Sie den vollständigen Ablauf, die Fristen, die möglichen Beisetzungsformen und die Kostenbausteine. Wenn Sie danach einen Bestatter brauchen: Ihre Anfrage ist kostenlos und unverbindlich.

Ablauf einer Feuerbestattung in Köln

1

1. Überführung

Der vermittelte Bestatter holt die verstorbene Person vom Sterbeort ab – aus der Wohnung, dem Krankenhaus oder dem Pflegeheim – und bringt sie in seine Räume. Dort wird sie versorgt und in den Sarg gebettet. Für die Einäscherung ist ein Sarg auch dann vorgeschrieben, wenn später nur die Urne beigesetzt wird.

2

2. Zweite Leichenschau

Vor jeder Einäscherung ist in Nordrhein-Westfalen eine zweite Leichenschau gesetzlich vorgeschrieben. Eine dafür bestimmte Ärztin oder ein Arzt untersucht die verstorbene Person ein weiteres Mal und bestätigt die Todesursache. Der Hintergrund ist einfach: Nach einer Einäscherung lassen sich keine Befunde mehr erheben. Die zweite Leichenschau stellt deshalb sicher, dass kein nicht natürlicher Tod unbemerkt bleibt.

3

3. Einäscherung im Krematorium

Erst nach Freigabe durch die zweite Leichenschau und die Behörde findet die Einäscherung statt. Der Sarg wird dem Ofen zugeführt; der Vorgang dauert in der Regel etwa 60 bis 90 Minuten. Die Asche wird anschließend zusammen mit dem Schamottstein, der die eindeutige Zuordnung sichert, in die Urne gefüllt.

4

4. Trauerfeier – vorher oder nachher

Sie haben die Wahl: Die Trauerfeier kann vor der Einäscherung mit dem Sarg stattfinden, häufig mit Aufbahrung zur persönlichen Abschiednahme. Oder sie findet später als Urnenfeier statt, unmittelbar vor der Beisetzung. Die zweite Variante gibt Angehörigen, die von weiter weg anreisen, mehr Zeit für die Planung.

5

5. Urnenbeisetzung

Zum Abschluss wird die Urne beigesetzt – im Urnengrab, in einer Urnenwand, an einem Baum oder auf See. Der vermittelte Bestatter stimmt den Termin mit der Friedhofsverwaltung in Köln ab und begleitet die Beisetzung.

Wie lange dauert eine Feuerbestattung?

Wie lange dauert es vom Tod bis zur Einäscherung?

Nach dem Bestattungsgesetz NRW muss die Einäscherung spätestens zehn Tage nach dem Tod erfolgen. In der Praxis vergehen meist drei bis sieben Tage. Der genaue Termin hängt davon ab, wie schnell die Todesbescheinigung vorliegt, wann die zweite Leichenschau durchgeführt wird und welche Termine das Krematorium frei hat.

Verzögerungen entstehen fast immer an denselben Stellen: Das Standesamt stellt die Sterbeurkunde erst aus, wenn alle Unterlagen vollständig sind, und bei einem nicht natürlichen Todesfall muss zusätzlich die Staatsanwaltschaft die Freigabe erteilen. Der vermittelte Bestatter behält diese Schritte im Blick und meldet sich, sobald der Termin feststeht.

Wie lange dauert es bis zur Urnenbeisetzung?

In Nordrhein-Westfalen muss die Urne innerhalb von sechs Wochen nach der Einäscherung beigesetzt werden. Innerhalb dieser Frist bestimmt die Familie den Termin. Häufig liegen zwischen Einäscherung und Beisetzung zwei bis vier Wochen – genug Zeit, um Angehörige zu benachrichtigen und die Trauerfeier zu planen.

Bis die Urne beim Friedhof eintrifft, vergehen nach der Einäscherung in der Regel einige Werktage. Danach richtet sich der Termin nach der Friedhofsverwaltung, der gewünschten Trauerhalle und – bei einer Seebestattung – nach den Ausfahrtsterminen der Reederei.

Das Krematorium in Köln

Die Einäscherung findet im Kölner Krematorium statt; ist dort kein passender Termin frei, weicht der Bestatter auf ein Krematorium in der Region aus. Angehörige müssen dafür nichts organisieren – der vermittelte Betrieb meldet die Einäscherung an, reicht die Unterlagen ein und überführt den Sarg.

Der Ablauf ist streng geregelt. Jeder Sarg wird bei der Annahme erfasst und mit einer eindeutigen Nummer versehen. Diese Nummer ist in einen Schamottstein eingebrannt – einen feuerfesten Stein, der mit dem Sarg in den Ofen gegeben wird. Schamotte hält den hohen Temperaturen stand, sodass der Stein und seine Nummer den Vorgang unbeschädigt überstehen. Er wird anschließend zusammen mit der Asche in die Urne gefüllt und belegt lückenlos, dass in der Urne tatsächlich die Asche der verstorbenen Person ruht.

Nach dem Abkühlen wird die Asche in die Aschekapsel gefüllt und diese in die gewählte Schmuckurne gesetzt. Eine Begleitung der Einäscherung durch Angehörige ist nicht überall möglich; ob das Kölner Krematorium eine Beisetzungsandacht oder Anwesenheit anbietet, erfragt der vermittelte Bestatter für Sie.

Beisetzungsformen für die Urne in Köln

Das Urnengrab ist die klassische Lösung: eine kleine Grabstätte im Erdreich, als Reihen- oder Wahlgrab, häufig mit Grabstein oder Grabplatte und einer Nutzungsdauer nach Friedhofssatzung. In einem bestehenden Familiengrab kann die Urne oft zusätzlich beigesetzt werden.

Bei der Urnenwand – auch Kolumbarium genannt, also einer Bauwerksanlage mit einzelnen Urnenkammern – wird die Urne oberirdisch in einer verschlossenen Nische beigesetzt. Diese Form ist pflegefrei und dadurch praktisch, wenn Angehörige nicht in der Nähe wohnen. Urnengräber und Urnenwände finden Sie unter anderem auf dem Melaten-Friedhof in Lindenthal und auf dem Südfriedhof in Zollstock.

Naturnah geht es bei der Beisetzung an einem Baum: Die biologisch abbaubare Urne wird im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt, im Bestattungswald oder in einem Baumgrabfeld auf dem Friedhof. Mehr dazu lesen Sie unter Baumbestattung in Köln. Auf dem Wasser ist eine Beisetzung mit einer wasserlöslichen Urne möglich – wie das abläuft, erklären wir unter Seebestattung ab Köln.

Zu beachten ist der Friedhofszwang: In Nordrhein-Westfalen darf die Asche nur auf einem Friedhof oder auf einer eigens dafür zugelassenen Fläche beigesetzt werden, etwa in einem Bestattungswald oder auf See. Eine Aufbewahrung der Urne zu Hause ist nicht zulässig. Der vermittelte Bestatter erläutert Ihnen, welche Formen konkret infrage kommen.

Was kostet eine Feuerbestattung?

Die Rechnung setzt sich aus vier Bausteinen zusammen. Der erste sind die Leistungen des Bestatters: Überführung, Versorgung, Sarg, Erledigung der Formalitäten und die Organisation der Trauerfeier. Der zweite ist die Krematoriumsgebühr, die die Einäscherung und die vorgeschriebene zweite Leichenschau umfasst.

Der dritte Baustein sind die Friedhofsgebühren der Stadt Köln: Sie richten sich nach Grabart, Nutzungsdauer und Friedhof und sind in der städtischen Gebührensatzung festgelegt. Hinzu kommen Nutzung der Trauerhalle und Beisetzungsgebühr. Der vierte Posten ist die Urne – von der schlichten Aschekapsel bis zur gestalteten Schmuckurne; für Baum- und Seebestattungen sind ausschließlich abbaubare oder wasserlösliche Urnen zulässig.

Verbindlich wird es mit der schriftlichen Kostenaufstellung, die Ihnen der vermittelte Bestatter vor der Beauftragung vorlegt. Eine Übersicht aller Kostenbausteine finden Sie unter Bestattungskosten in Köln.

Kostenlos & unverbindlich anfragen

Wir melden uns diskret und zeitnah bei Ihnen.

Ihre Daten werden vertraulich behandelt. Datenschutzerklärung

Kosten Feuerbestattung berechnen

Berechnen Sie unverbindlich die ungefähren Kosten.

Bestattungskosten-Rechner

Schritt 1 von 5

Bestattungsart wählen

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Einäscherung selbst?+

Der eigentliche Einäscherungsvorgang im Krematorium dauert in der Regel etwa 60 bis 90 Minuten. Danach muss die Asche abkühlen, bevor sie zusammen mit dem Schamottstein in die Urne gefüllt wird. Bis die Urne zur Beisetzung bereitsteht, vergehen deshalb üblicherweise einige Werktage.

Kann vor der Einäscherung eine Trauerfeier mit Sarg stattfinden?+

Ja. Die Trauerfeier kann vor der Einäscherung mit dem Sarg stattfinden, auf Wunsch mit Aufbahrung – also der Aufstellung des Sarges zur Abschiednahme. Alternativ findet die Feier später als Urnenfeier statt, unmittelbar vor der Beisetzung. Der vermittelte Bestatter stimmt den Ablauf mit Ihnen, dem Krematorium und der Trauerhalle ab.

Darf ich die Urne mit nach Hause nehmen?+

Nein. In Nordrhein-Westfalen gilt für Urnen der Friedhofszwang: Die Asche muss auf einem Friedhof oder auf einer dafür zugelassenen Fläche beigesetzt werden, etwa in einem Bestattungswald. Eine Aufbewahrung in der Wohnung ist nicht zulässig. Auch die Seebestattung ist eine gesetzlich vorgesehene Alternative.

Was ist die zweite Leichenschau?+

Vor jeder Einäscherung schreibt das Bestattungsgesetz NRW eine zweite Leichenschau vor. Eine dafür bestimmte Ärztin oder ein Arzt untersucht die verstorbene Person erneut und prüft die Todesursache. Grund ist, dass sich nach einer Einäscherung keine Spuren mehr sichern lassen – die zweite Leichenschau soll ausschließen, dass ein nicht natürlicher Tod unentdeckt bleibt.

Wie schnell steht die Urne zur Beisetzung bereit?+

Nach der Einäscherung wird die Asche in die Urne gefüllt und diese an den Bestatter oder direkt an die Friedhofsverwaltung versandt. In der Praxis dauert das meist einige Werktage. Die Beisetzung muss in Nordrhein-Westfalen innerhalb von sechs Wochen nach der Einäscherung erfolgen.

Welche Kölner Friedhöfe haben Urnengräber?+

Urnengräber und Urnenwände sind auf den städtischen Friedhöfen in Köln weit verbreitet, unter anderem auf dem Melaten-Friedhof in Lindenthal, dem Südfriedhof in Zollstock, dem Westfriedhof in Vogelsang, dem Nordfriedhof in Weidenpesch und dem Ostfriedhof in Dellbrück. Welche Grabarten aktuell verfügbar sind, hängt von der Friedhofssatzung und der Belegung ab; der vermittelte Bestatter fragt das für Sie an.

Bestatter für eine Feuerbestattung finden

Wenn Sie eine Feuerbestattung in Köln planen, schildern Sie uns kurz Ihr Anliegen. Wir vermitteln Ihnen ein geprüftes Bestattungsunternehmen, das die Einäscherung anmeldet, die Fristen im Blick behält, die Beisetzung mit dem Friedhof abstimmt und Ihnen vorab eine schriftliche Kostenaufstellung vorlegt. Die Vermittlung ist kostenlos und unverbindlich.